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LEBEN-FÜHREN

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Hosted by Olaf Kapinski

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Jun 2026

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Der Podcast für erfolgreiche Führungskräfte

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June 15, 202620 min

602 Warum KI nicht kündigen kann

Die Automatisierung schreitet voran und künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben im Arbeitsalltag. Doch was bedeutet das für Führungskräfte? Welche Tätigkeiten werden verschwinden und welche Kernkompetenzen bleiben unverzichtbar? Was KI übernehmen wird Die Liste der Aufgaben, die künstliche Intelligenz bereits heute übernimmt, ist beeindruckend. E-Mails vorformulieren, Reports zusammenfassen, Projektberichte analysieren – all das gehört schon jetzt zum Standard. Large Language Models (LLMs) können Informationen sammeln, strukturieren und aufbereiten. Sie erstellen Transkripte von Meetings und fassen diese zusammen. Der gesamte Bereich der Datenverarbeitung und Informationsaufbereitung wird künftig automatisiert ablaufen. Wer sich heute noch hinter diesen Tätigkeiten versteckt, wird schnell entlarvt werden. KI macht sichtbar, wo Führungskräfte tatsächlich Mehrwert schaffen – und wo nicht. Der menschliche Kern von Führung Doch es gibt Bereiche, die eine KI auf absehbare Zeit nicht übernehmen kann. Diese Aufgaben haben eines gemeinsam: Sie handeln von Menschen und Emotionen. Kündigungsgespräche führen Ein Kündigungsgespräch ist eine hochemotonale Situation, die Fingerspitzengefühl erfordert. Es geht um Menschenwürde. Wer sich dieser Verantwortung nicht stellen kann oder will, sollte keine Führungsposition übernehmen. Punkt. Konflikte lösen Konflikte entstehen, wenn Menschen unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Kunst besteht darin herauszufinden, was der andere wirklich will und wie sich das mit den eigenen Zielen vereinbaren lässt. Konflikte handeln von Dingen, die nicht ausgesprochen werden – und hier sind LLMs noch immer erschreckend schwach. Mitarbeiter entwickeln Das Potenzial eines Mitarbeiters zu erkennen, erfordert Menschenkenntnis und Erfahrung. Welcher Projektmanager wird der nächste Architekt? Wer eignet sich als Teamleiter? Solche Entscheidungen erfordern Beobachtung, Intuition und Urteilsvermögen – menschliche Qualitäten eben. Schwierige Gespräche meistern Wenn ein Mitarbeiter plötzlich massiv an Leistung verliert, steckt oft ein persönliches Problem dahinter. Krankheit in der Familie, Trauerfälle, Pflegebedürftigkeit – das Leben passiert. Diese Gespräche zu führen erfordert Empathie und echtes menschliches Interesse. Die Zukunft gehört den Menschen-Verstehern Führung wird künftig noch stärker als bisher von einer Kernkompetenz abhängen: dem Umgang mit Menschen. Wer keinen Bock auf Menschen hat, sollte in der Fachkarriere bleiben und dort exzelent werden. Führung ist nichts für Menschenvermeider. Die gute Nachricht: Führen lässt sich lernen. Es braucht eine Grundhaltung, die Menschen zugewandt ist, kombiniert mit den richtigen Werkzeugen und Methoden. Talent allein reicht nicht – genau wie beim Zimmermann, der trotz “Talent für Holz” eine Ausbildung braucht. Führung bleibt der coolste Job, den Sie als Angestellter haben können. Aber nur, wenn Sie bereit sind, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Menschen. Linkliste Webinar “Werkzeuge und Methoden der Führung” am 24. Juni Webinar “Zeit einsparen mit KI” am 17. Juni Film mit George Clooney: “Up in the Air” Philipp Klöckner, Vortrag OMR Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 602 Warum KI nicht kündigen kann ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

June 8, 202623 min

601 Was Führungskräfte wirklich tun

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen sich: Was macht eigentlich mein Chef den ganzen Tag? Der Kalender ist ständig voll, die Tür meist zu, und wenn man den Chef sieht, hetzt er hektisch von Meeting zu Meeting. Doch hinter dieser scheinbaren Hektik steckt weitaus mehr als nur „wichtig tun”. Führung beginnt vor dem Arbeitstag Gute Führungskräfte nehmen ihren Job ein Stück weit mit nach Hause – nicht im Sinne von Herzinfarkt und Burnout, sondern weil sie über strategische Themen nachdenken. Der Weg zur Arbeit, ruhige Momente am Abend: Das sind die Zeiten, in denen die wirklich wichtigen Gedanken reifen. Wer in Führung erfolgreich sein will, muss Lust auf Menschen haben und bereit sein, kreativ zu denken. Ein typischer Führungstag Der Tag einer Führungskraft beginnt oft mit strukturierten Mitarbeitergesprächen – den sogenannten One-on-Ones. Was für Mitarbeiter wie ein entspannter Klönschnack wirkt, folgt einer klaren Struktur. Die Führungskraft will verstehen, wo das Team steht, Impulse setzen und wichtige Informationen sammeln. Dann kommt die Eskalation: Irgendetwas brennt, ein System ist ausgefallen, ein Kunde beschwert sich. Von strategischem Denken muss die Führungskraft blitzschnell ins operative Krisenmanagement wechseln. Strategiearbeit unter Druck Um 11 Uhr steht das Strategie-Meeting mit dem eigenen Chef an. Doch nach der morgendlichen Eskalation ist der Kopf alles andere als frei. Für strategisches Denken braucht man Ruhe – die gibt es im Führungsalltag selten. Trotzdem muss man liefern. Danach folgt vielleicht ein Mittagessen mit Kollegen aus der Buchhaltung. Nicht aus Langeweile, sondern weil gute Führungskräfte ihr Netzwerk pflegen und verstehen wollen, wie andere Bereiche ticken. Wer mit der Buchhaltung gut kann, hat es bei der nächsten Budget-Diskusion deutlich leichter. Entscheidungen treffen – auch wenn es schwerfällt Am Nachmittag steht eine wichtige Projektentscheidung an. Die Fakten liegen vor, vielleicht hat man sogar ein LLM um Rat gefragt. Doch das Bauchgefühl sagt etwas anderes als die Daten. Jetzt zeigt sich, was Führung bedeutet: Entweder man entscheidet aus dem Bauch heraus oder man vertagt die Entscheidung bewusst – aber man folgt nicht blind einem Algorithmus. Menschen führen ist anspruchsvoll Der Tag endet mit einem schwierigen Performance-Gespräch. Ein Mitarbeiter, der kaum leistet, aber mit großer Selbstüberschätzung auftritt. Betriebsrat ist dabei, HR ist dabei. Solche Gespräche kosten Kraft, testen die eigenen Fähigkeiten – und gehören dazu. Zum Abschluss wartet das Team mit guten Nachrichten: Die Eskalation ist gelöst, der Root-Cause gefunden. Das Team will gemeinsam feiern. Auch das gehört zu guter Führung: Erfolge wertschätzen und teilen. Warum Führung attraktiv ist Ja, Führung ist anstrengend. Es gibt einen Grund, warum Führungskräfte mehr verdienen. Sie müssen ständig zwischen verschiedenen Themen switchen, echte Entscheidungen treffen und mit Menschen klarkommen – auch mit schwierigen. Doch für alle, die Lust auf Menschen haben und wirklich etwas bewegen wollen, ist Führung einer der attraktivsten Jobs überhaupt. Denn als Führungskraft erschaffen Sie mit Ihrem Team Dinge, die Sie alleine nie schaffen könnten. Shownotes Webinar-Hinweis: Am 10. Juni findet das Webinar “Erfolgreiche Teams aufbauen” statt, 12:30 Uhr. Link konnte nicht gefunden werden – bitte manuell ergänzen. Weitere Informationen zu LEBEN-FÜHREN Programmen unter leben-fuehren.de Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 601 Was Führungskräfte wirklich tun ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

June 1, 202629 min

600 Warum will keiner mehr Chef werden?

Episode 600 des LEBEN-FÜHREN Podcasts widmet sich einer Frage, die immer häufiger gestellt wird: Warum wollen junge Menschen keine Führungsverantwortung mehr übernehmen? Die Antwort ist unbequem, aber notwendig. Wir sind schuld Die aktuelle Generation von Führungskräften und Eltern hat ein Imageproblem geschaffen. Die wenigsten Menschen kennen wirklich gute Chefs. Was hören Kinder am Abendbrottisch? Selten glitzernde Begeisterung über die Arbeit, sondern eher Beschwerden über “Doofkörper” und unfähige Vorgesetzte. Die ersten Beleidigungen lernen Kinder oft im Kontext von Gesprächen über die Firma. Hinzu kommt eine zunehmende Abneigung der Konzerne gegenüber ihren Mitarbeitern. Der alte Deal – “wir sind gut zur Firma und die Firma ist gut zu uns” – wird immer offener aufgekündigt. Mitarbeiter werden als austauschbare Kostenfaktoren behandelt, die beim nächsten Quartalsbericht problemlos wegrationalisiert werden können. Drei Arten von Menschen werden gebraucht Trotz KI und Automatisierung werden wir weiterhin Menschen brauchen, und zwar in drei Kategorien: Die Empathen Menschen, die mit anderen Menschen in stressigen Situationen umgehen können. Im Vertrieb, am Telefon mit verärgerten Kunden, im Coaching. Ein LLM findet nur heraus, was Sie ihm geben – ein empathischer Mensch kriegt Dinge raus, die Sie noch gar nicht bewusst formuliert haben. Die KI-Operatoren Leute, die Geschäftsprozesse sehen, verstehen und in IT-Systeme übersetzen können. KI bedeutet im ersten Schritt Automatisierung, und Deutschlands größtes Problem ist, dass fast nichts automatisiert ist. Wir brauchen Menschen, die den Business-Prozess verstehen und auf eine Plattform heben können – immer mit Blick auf den Kundenmehrwert, nicht auf Arbeitsplatzabbau. Die Entscheider Führungskräfte, die wirklich entscheiden. Eine Führungskraft, die nichts entscheidet, könnte man auch durch ein simples Skript ersetzen. Wer nicht entscheidet, ist keine Führungskraft. Diese Menschen müssen sowohl mit Systemen als auch mit Menschen umgehen können – sie sind die Verknüpfung zwischen beiden Welten. Die Lösung: Raus aus dem Konzern? Konzerne haben Entscheidungsunfähigkeit institutionalisiert. Tausende von Abhängigkeiten, Bullshit-Jobs und Prozesse machen echte Veränderung fast unmöglich. Wer wirklich etwas bewegen will, findet im Mittelstand deutlich bessere Bedingungen – auch wenn das oft mit Gehaltseinbußen verbunden ist. Eine noch radikalere Option: Vielleicht müssen Sie nicht in den Mittelstand gehen, sondern können sich Ihren neuen Arbeitgeber kaufen. Über 100.000 Firmen in Deutschland stehen in den nächsten vier Jahren vor dem Nachfolgeproblem. Das können nicht alles Schrottkandidaten sein. Führung kann man lernen In allen Fällen gilt: Führung kann man lernen. Die meisten schlechten Chefs sind nicht böswillig – sie können es einfach nicht besser. Sie wurden auf den Chefsessel gesetzt wie ein Azubi aufs Dach, ohne jemals gelernt zu haben, wie man einen Dachstuhl baut. Wir sind alle gefangen in unserem Geist. Sie kommen alleine dahin, wo Sie jetzt sind. Alles Weitere brauchen Sie jemanden, der Ihnen hilft, der die richtigen Fragen stellt, der neue Perspektiven aufzeigt. Anders geht es schlicht nicht. Webinare Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski   Episodenverweise: Natürlich der komplette KI-Snack Die Weber und die Dampfmaschinen: 588 Die Angst vor der Maschine – damals und heute 1/2 & 591 Die Angst vor der Maschine – damals und heute 2/2 Demografie/Nachwuchsmangel/Fachkräftemangel: 414 Gedanken zum Fachkräftemangel   ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 600 Warum will keiner mehr Chef werden? ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

May 18, 202629 min

599 Warum du die falschen Entscheidungen langsam triffst

Wenn Führung in Schockstarre verfällt Wochenlang wird über ein Notizblock-Tool diskutiert, Meetings werden einberufen, Prototypen gebaut. Doch bei der Personalentscheidung – die Jahre nachwirkt – geht alles plötzlich ganz schnell. Solche Szenen erleben wir täglich in deutschen Unternehmen. Die Logik? Fehlanzeige Professor Fredmund Malik bringt es auf den Punkt: Wer nicht entscheiden kann, ist keine Führungskraft. Punkt. Doch bevor Sie überhaupt eine Entscheidung treffen, sollten Sie eine fundamentale Frage klären: Liegt das Problem wirklich in Ihrem Einflussbereich oder nur in Ihrem Interessenbereich? Die Matrix, die alles verändert Entscheidungen lassen sich entlang zweier Achsen einordnen: Umkehrbarkeit und Tragweite. Diese 2×2-Matrix schafft vier Bereiche, die völlig unterschiedliche Handlungsstrategien erfordern. Unten links – leicht umkehrbar, kleine Tragweite: Das ist Ihr Geschwindigkeitssektor. Projektupdate-Formulierungen, Tool-Benennungen, Routinezeug. Ihre Regel hier: Allein machen, sofort entscheiden oder wegdelegieren. Wer dafür Meetings einberuft, ist das Problem. Oben rechts – schwer umkehrbar, große Tragweite: Die echten Führungsentscheidungen. Cloud oder On-Prem? Monolith oder Microservices? CEO-Einstellung? Hier gilt: Niemals aus dem Bauch heraus. Die Arbeit liegt in der Vorbereitung und Umsetzung – nicht in der Entscheidung selbst. Ihre Goldgrube wartet auf Sie Oben links – leicht umkehrbar, große Tragweite: Das ist Ihr Karriere-Turbo . Pilotkunden auf neue Prozesse setzen, Proof of Concepts starten, Releases mit Absicherung. Diese Projekte haben Sichtbarkeit, wirken im Unternehmen – und Sie können sie zur Not korrigieren. Schlagen Sie sich um diese Bereiche. Bauen Sie sie zur Not selbst. Wenn Sie konstant derjenige sind, der mit Flaggschiff-Projekten durchs Unternehmen strömt, werden Sie zur unverzichtbaren Führungskraft. Unten rechts – schwer umkehrbar, kleine Tragweite: Die Falle. Mündliche Zusagen, die Sie nicht zurücknehmen können. Tools ohne Exportfunktion. Fragen Sie immer: Komme ich hier wieder raus? Und zu welchem Preis? KI als Sparringspartner, nicht als Entscheider Künstliche Intelligenz kann Entscheidungen hervorragend vorbereiten – aber niemals abnehmen. Nutzen Sie LLMs, um Optionen zu entwickeln, blinde Flecken aufzudecken, Postmortems durchzuspielen. Trainieren Sie Ihre KI darauf, Ihnen die Lampe in dunkle Ecken zu halten. Doch Vorsicht: “ChatGPT hat gesagt” ist keine Ausrede. Die Verantwortung bleibt bei Ihnen. Immer. Geschwindigkeit ist das neue Groß In einer Welt, die sich immer schneller dreht, gilt: Bei kleinen, umkehrbaren Entscheidungen zählt Tempo. Bei den großen Würfen zählt Gründlichkeit. Und bei allem gilt: Eine nicht umgesetzte Entscheidung zeigt, dass Sie eine schwache Führungskraft sind. Definieren Sie also nicht nur, was Sie entscheiden wollen – sondern was Sie erreicht haben wollen. Nur das ist überprüfbar. Nur das führt zur Umsetzung. Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 599 Warum du die falschen Entscheidungen langsam triffst ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

May 4, 202622 min

598 Führen heißt urteilen, nicht wissen

In gut organisierten Teams werden kaum noch echte Entscheidungen getroffen. Die meisten Tätigkeiten sind durchprozessiert, automatisiert oder mittlerweile auch intelligiert. Was bleibt, sind Auswahlen: Incident XY erfordert Maßnahme A oder B. Das funktioniert wie in der Systemgastronomie – und genau so soll es sein. Denn von guten Mitarbeitern abhängig zu sein, ist riskant. Der Tagesbetrieb muss auch mit durchschnittlichen Kräften laufen. Die neue Bedrohung durch KI Large Language Models übernehmen immer mehr repetitive Aufgaben – schneller und billiger als Menschen. Mittlerweile prüfen sogar KIs die Ergebnisse anderer KIs. Die zentrale Frage lautet also: Was bleibt für uns Menschen übrig? Die Antwort ist klar: Urteilsvermögen. Das ist die Fähigkeit, die Menschen der KI noch lange voraus haben werden. Entscheidungen in der Matrix Nicht alle Entscheidungen sind gleich. Sie lassen sich in einer Matrix einordnen: Einfluss auf Unternehmensziele: hoch oder gering Reversibilität: Wie schnell können Sie die Entscheidung rückgängig machen? Die Button-Farbe auf einer Website? Geringer Einfluss, hohe Reversibilität. Die Produktionsverlagerung ins Ausland? Hoher Einfluss, geringe Reversibilität. Bei letzteren Entscheidungen zählt echtes Urteilsvermögen Drei Ebenen des Urteilsvermögens Gutes Urteilen basiert auf drei Komponenten, die zusammenwirken müssen: Das Sachurteil Ist etwas wahr oder nicht? Stimmt es oder stimmt es nicht? Klingt trivial, ist es aber nicht. Es gibt genügend Bereiche, wo Fakten vorliegen, aber keine eindeutige Information. Klimatabellen lassen sich je nach gewünschtem Ergebnis unterschiedlich interpretieren. Das Werturteil Was ist richtig? Hier kommen Ethik, Unternehmensziele und Prioritäten ins Spiel. Eine KI kann hier kaum unterstützen. Versuchen Sie mal, mit einem chinesischen LLM über westliche Ethikvorstellungen zu diskutieren. Die Ergebnisse dürften aufschlussreich sein. Das Handlungsurteil Was machen wir jetzt konkret? Hier fließen beide vorherigen Urteile zusammen. Müssen wir entscheiden, obwohl nicht alle Informationen vorliegen? Das nennt sich dann Führen. Führen bedeutet, das Unentscheidbare zu entscheiden – und genau das kann eine KI nicht leisten. Urteilsvermögen ist trainierbar Die gute Nachricht: Urteilsvermögen lässt sich üben. Nicht im Seminar, aber in der Praxis. Der wichtigste Muskel dabei ist der Perspektivenwechsel. Sie müssen nicht Ihre Überzeugungen aufgeben. Aber Sie sollten in der Lage sein, andere Sichtweisen auszuprobieren. Was wäre, wenn das Gegenteil richtig wäre? Zu welchem Ergebnis kämen Sie dann? Wer keine anderen Perspektiven einnehmen kann, ist nicht in der Lage, sauber zu urteilen. Das gilt auch für festgefahrene Positionen nach dem Motto “Mit denen reden wir nicht”. Solche Menschen können keine guten Entscheidungen treffen Die klare Botschaft für IT-Führungskräfte Was die KI liefert, ist Rohmaterial, kein Ergebnis. Ihre Aufgabe ist es zu bewerten, zu kontextualisieren und zu verantworten. Wer das nicht kann, wird ersetzt – denn KI braucht keine Mitarbeiter, die ebenfalls nicht beurteilen können. Urteilen ist das, wofür wir bezahlt werden, nicht für Fleiß. Für Fleiß bezahlen wir die Automatisierung. Wenn Ihr Job ein Prompt ist, sind Sie jetzt schon arbeitslos. Erwähntes Webinar “Beförderungsfahrplan“: 6. Mai, 12:30 Uhr (kostenlos, ca. 1,5-2 Stunden) Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 598 Führen heißt urteilen, nicht wissen ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

April 27, 202625 min

597 KI-Einführung: So geht’s ohne Revolte

Warum KI jetzt unverzichtbar wird Die Zeit des Abwartens ist vorbei. Wenn Sie KI nicht einführen, macht es Ihr Konkurrent – und Ihre Kunden werden es erwarten. Kunden antizipieren bereits, dass professionelle Unternehmen ihre Prozesse längst mit KI optimiert haben. Sie werden nicht bereit sein, dieselben Preise wie vor zwei Jahren zu zahlen, wenn sie wissen, dass Automatisierung möglich ist. Sich als Firma hinzustellen und zu sagen “Das geht bei uns nicht, wir brauchen noch drei Sachbearbeiter” lädt nur die Konkurrenz ein. Your margin is my opportunity – wie Jeff Bezos zu sagen pflegt. Was AI First definitiv nicht ist Vergessen Sie Slogans wie “AI First”. Das ist aus mehreren Gründen eine schlechte Idee: Viele Kunden assoziieren KI mittlerweile mit schlechter Qualität. Der erste Filter auf LinkedIn oder TikTok lautet oft: Ist das echter Content oder KI-Slop? Außerdem ist AI First kein Ziel – es beschreibt keinen selbst erreichbaren positiven Endzustand. Bugs First wäre genauso albern. Und die Ansage “Wir schmeißen 16.000 Leute raus, weil AI” ist meistens nur kaschiertes Fettabsaugen nach Jahren schlechter Prozessführung. Drei praktikable Wege zur KI-Einführung Version 1: Ordre de Mufti Der Chef hat eine klare Vision und sagt: “Wir machen das jetzt so.” Das funktioniert in Unternehmen bis etwa 500-1000 Mitarbeiter, idealerweise geführt vom Eigentümer-Geschäftsführer. Die Botschaft lautet: “Ich möchte gerne, dass du mitkommst – aber wir gehen diesen Weg.” Diese Variante setzt auf Wachstum: KI-Einführung in 2026 heißt automatisch, dass Sie auf Expansion ausgelegt sind. Version 2: Einführung mit Einsicht Einzelne Abteilungsleiter führen für konkrete Bedarfe KI-Tools ein. Im Sales etwa: automatisierte Kundenrecherche statt halbstündiger manueller Vorbereitung. Im Marketing: schnellere Content-Produktion mit kleinerem Budget. KI ergänzt und erweitert bestehende Prozesse. Achtung: Hier droht die Gefahr von Insellösungen. Jeder kocht für sich – das müssen Sie koordinieren. Version 3: Wachstum ohne Neueinstellungen Der Laden wächst rasant, aber Sie finden keine neuen Leute oder wollen bewusst nicht aufstocken. Sie sagen der Bestandscrew: “Wir verdoppeln, aber alles was geht, automatisieren und intelligieren wir.” Das versteht jeder – keine Mistgabeln nötig. Empfehlung für Geschäftsführer Holen Sie sich genug Wissen, um zu verstehen, was technisch möglich ist. Aber halten Sie Ihre Finger aus der Detail-Technik raus! Bauen Sie stattdessen intern 1-2 Techniker auf, die Ihre Ideen schnell umsetzen können. Diese Fähigkeit werden Sie zunehmend brauchen, das mit Externen zu machen, ergibt keinen Sinn. Nutzen Sie KI als Gelegenheit, Ihr Unternehmen neu zu sortieren. Sie kennen den Laden seit Jahren, aber vieles ist noch genauso wie vor 25 Jahren. Jetzt können Sie mit neuem Spielzeug Ihr altes Lego-Modell neu aufbauen – parallel zum bestehenden. Das ist nicht “noch eine Aufgabe on top”, sondern die Chance, Ihre Firma mit frischem Blick neu zu erfinden. Die nächsten Schritte KI-Einführung bedeutet nicht, Heerscharen rauszuwerfen. In echten Unternehmen sind die Mitarbeiter die Firma. Sie kennen Kunden, Prozesse und Produkte – die wollen Sie mitnehmen. Starten Sie beim Bedarf, identifizieren Sie Engpässe und lösen Sie diese gezielt. Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 597 KI-Einführung: So geht’s ohne Revolte ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

April 20, 202618 min

596 KI erfolgreich einführen: So gelingt’s

Die KI-Einführung scheitert in vielen Unternehmen nicht an der Technologie, sondern an der falschen Herangehensweise. Während kleine Firmen bereits voranschreiten, tun sich größere Organisationen schwer. Der Grund? Sie beginnen am falschen Ende – nämlich beim Tool statt beim eigentlichen Problem. Der entscheidende Dreisprung: Bedarf, Prozess, Tool Die erfolgreiche KI-Einführung folgt einer klaren Reihenfolge, die viele ignorieren: Bedarf, Prozess, Tool. Genau in dieser Abfolge – nicht andersherum. Schritt 1: Den Bedarf erkennen Ohne echten Bedarf gibt es keine Veränderung. Punkt. Der Bedarf muss im Unternehmen selbst gesehen und gespürt werden. Klassisches Beispiel: Die Kundendokumentation, die niemand gerne macht, die aber trotzdem sein muss. Oder Übersetzungen, die extern teuer eingekauft werden. Kleine Unternehmen haben hier einen enormen Vorteil: Sie leiden überall an Mangel – zu wenig Zeit, zu wenig Leute, zu wenig Know-how. Deshalb finden sie schnell Ansatzpunkte für KI-Lösungen. Große Unternehmen dagegen haben jeden Bedarf längst mit zusätzlichen Abteilungen “gelöst” – 75 Leute im Compliance-Department haben wenig Interesse daran, sich selbst wegzuautomatisieren. Schritt 2: Den Prozess optimieren Sobald der Bedarf klar ist, kommt nicht das Tool – sondern der Prozess. Gibt es überhaupt einen definierten Prozess? In vielen Fällen lautet die Antwort: “Kalle macht das irgendwie per E-Mail.” Das ist kein Prozess, das ist Chaos. Alles, was repetitiv vorkommt, benötigt einen dokumentierten Prozess. Eine simple Bullet-Point-Liste reicht oft schon. Beim Aufschreiben entdecken Sie häufig: “Moment, das machen wir ja zweimal!” oder “Wer kontrolliert das eigentlich?” Erst wenn der Prozess steht und optimiert ist, geht es weiter. Schritt 3: Das passende Tool wählen Jetzt erst – wirklich erst jetzt – kommt die Tool-Diskussion. Nicht “KI First”, sondern “Problem First”. Slogans wie “KI First” sind Business-Bullshit. Welche Dachdeckerei wirbt mit “Spax First”? Keine. Im echten Leben beginnt man mit dem Problem, nicht mit dem Werkzeug. Erst wenn Bedarf und Prozess klar sind, können Sie sinnvoll entscheiden: Welches Tool passt? Brauchen wir personenbezogene Daten zu schützen? Welche Schnittstellen sind nötig? Cloud oder On-Premise? Widerstände vermeiden statt bekämpfen Dieser Dreisprung hat einen enormen Vorteil: Er vermeidet Widerstände von vornherein. Statt mit “Wir führen jetzt KI ein” zu starten und die Belegschaft zu verunsichern, beginnen Sie mit: “Wir haben ein Problem, das uns alle nervt – lasst uns das lösen.” Die KI wird nicht als Bedrohung eingeführt, sondern als Helfer mit Namen. “Nathan hilft uns bei der Reisekostenabrechnung” klingt deutlich freundlicher als “KI-Strategie 2026”. Der Unterschied zwischen Klein und Groß Kleine Unternehmen führen KI schneller ein, weil sie ständig Bedarfe haben und sofort den Nutzen erkennen. Große Unternehmen haben strukturell keine Bedarfe mehr – jeder Mangel wurde bereits durch zusätzliche Stellen kompensiert. Genau deshalb bewegt sich dort so wenig. Wenn Sie als Führungskraft nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Suchen Sie die Bedarfe. Fragen Sie Ihr Team: Was nervt Euch? Was würdet Ihr gerne tun, habt aber keine Zeit dafür? Dort liegt Ihr Einstiegspunkt. Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 596 KI erfolgreich einführen: So gelingt’s ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

April 6, 202625 min

595 KI-Einführung: Atomar, molekular, zellular

Warum persönliche KI-Tools der Firma nichts bringenViele Führungskräfte glauben, die KI-Revolution beginnt mit ChatGPT-Lizenzen für alle Mitarbeiter. Ein Trugschluss. Der IT-Experte Frank Klein brachte es auf den Punkt: „Die Einführung von ChatGPT macht überhaupt nichts für die Firma – es macht nur die Kaffeepausen länger.” Der Entwickler, der seinen Prototypen statt in vier Tagen in einer Stunde fertigstellt, hat ein Problem: Der Chef hat den nächsten Termin erst am Freitag angesetzt. Wohin mit der gewonnenen Zeit? Entweder Sie gehen zum Chef und bekommen sofort neue Aufgaben – oder Sie genießen längere Kaffeepausen. Die Firma profitiert in keinem Fall.Das ist die atomare Ebene der KI-Einführung: persönliche Tools, individuelle Accounts, isolierte Nutzung. Sie bringt dem einzelnen Mitarbeiter Vorteile, der Firma jedoch praktisch keinen Mehrwert.Wo Mehrwert wirklich entstehtEine fundamentale Erkenntnis vorweg: Der Mehrwert einer Firma entsteht weder in einzelnen Mitarbeitern noch in isolierten Abteilungen. Er entsteht im Zusammenspiel der Abteilungen. Nokia hatte vermutlich bis zum Schluss ein hervorragendes IT-Department – und ist trotzdem untergegangen. Karstadt ebenfalls.Eine gute Firma überlebt trotz normaler Mitarbeiter, nicht wegen Spitzenkräften. Systemgastronomie beweist das täglich. Sie wollen Prozesse, die auch mit durchschnittlichen Mitarbeitern funktionieren – nicht ein System, das zusammenbricht, wenn zwei Schlüsselpersonen im Urlaub sind.Die molekulare Ebene: Teams und AbteilungenHier wird es interessant. Wenn ein ganzes Development-Team Cloud Code einsetzt, verändert sich die Erwartungshaltung. Der Chef weiß: Prototypen entstehen in Stunden, nicht Tagen. Die Prozesse passen sich an. Die Geschwindigkeit steigt flächendeckend.Aber – und das ist die entscheidende Frage – wo liegt die Motivation für die Mitarbeiter? Sie müssen plötzlich deutlich mehr leisten. Die gemütlichen Nachdenkpausen beim Algorithmus-Design entfallen. Das Debugging wird komplexer, weil der Code nicht mehr vollständig selbst erdacht wurde.Molekulare KI-Einführung verlangt nach einer klaren Antwort auf das „Warum” für alle Beteiligten. Ohne diese Antwort scheitert die Implementation, selbst wenn die Geschäftsführung zahlt und die Tools bereitstellt.  Zellular: Die ganze Firma muss mitDie zelluläre Ebene ist die größte Herausforderung – und gleichzeitig unvermeidbar. Nicht weil irgendeine Firma in China angeblich mit 38 Nvidia-Karten Milliarden macht, sondern weil Ihre Kunden es erwarten.Das Übersetzungsbüro, das 300 Euro für eine ungarische Übersetzung verlangt, hat ein Problem: Der Kunde wirft den Text selbst in DeepL und fragt sich, wofür er eigentlich zahlen soll. Steuerbüros, Buchhaltung, alle papierverarbeitenden Dienstleistungen – die Luft wird dünn. Sie müssen nicht KI einführen, weil es modern ist. Sie müssen es tun, weil Ihre Kunden unterstellen, dass Sie es bereits tun. Die Frage ist nicht mehr „ob”, sondern „wie schnell” und vor allem „wie“.Klein ist das neue schnellGroße Firmen werden sich mit zellularer KI-Einführung schwertun. Kleine Unternehmen sind bereits mittendrin. Die Wendigkeit entscheidet. Ein 85-jähriger Steuerberater, dessen Sohn plötzlich alles auf KI umstellen will? Das explodiert. Die Mitarbeiter gehen, übrig bleiben vollautomatisierte Prozesse, die niemand versteht.Die Einführung muss durchdacht sein – auf allen drei Ebenen:Atomar: Persönliche Tools schaffen individuelle Freiräume, aber keinen FirmenmehrwertMolekular: Team- und Abteilungstools erfordern neue Prozesse und klare MotivationZellular: Unternehmensweite Integration ist keine Option mehr, sondern KundenerwartungDer Weg nach vornWertschöpfung geschieht nicht in Abteilungen, sondern zwischen ihnen. KI-Strategien ohne Projektnummer sind Bullshit. Sie brauchen konkrete Schritte, messbare Ziele und vor allem: ein klares Verständnis dafür, warum alle mitmachen sollten.Die Herausforderung besteht darin, molekulare Einführung so zu gestalten, dass sie tatsächlich funktioniert. Welche Methoden eignen sich für welche Abteilungen? Wie überwindet man Widerstände? Wie schafft man Anreize, die über längere Kaffeepausen hinausgehen?Das sind die Fragen, die jetzt beantwortet werden müssen – bevor Ihre Kunden die Antworten für Sie definieren.Bleiben Sie in FührungIhr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 595 KI-Einführung: Atomar, molekular, zellular ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

March 30, 202613 min

594 Verhandeln ohne Alternative? Ein Fehler!

Der Schock von 2025 Ein Montag im Jahr 2025: Sie öffnen Ihre E-Mails und finden eine Nachricht von Ihrem langjährigen Virtualisierungshersteller. Inhalt: Das Unternehmen wurde von Broadcom übernommen, Ihr vertrauter Ansprechpartner hat das Unternehmen verlassen – und ach ja, die Lizenzkosten verdoppeln sich. Viele IT-Leiter unterschrieben. Nicht aus strategischen Gründen, sondern aus Angst. Schließlich stand die gesamte Serverfarm auf dem Spiel. Doch genau diese Reaktion zeigt ein grundlegendes Problem: Wer keine Alternative hat, verhandelt nicht – er bittet. BATNA: Ihre geheime Verhandlungswaffe BATNA steht für “Best Alternative to No Agreement” und stammt aus dem Harvard Negotiation Project der 1980er Jahre. Die zentrale Frage lautet: Was tun Sie eigentlich, wenn keine Einigung zustande kommt? BATNA ist dabei kein Wunschergebnis und auch keine Verzweiflungslösung. Es ist eine durchdachte, realistische Alternative – etwas, das Sie tatsächlich umsetzen können und wollen. Diese Alternative gibt Ihnen Verhandlungsmacht, weil Sie nicht mehr auf Gedeih und Verderb auf einen einzigen Anbieter angewiesen sind. Praktische Beispiele für BATNA Softwareverträge: Haben Sie bereits einen alternativen Hypervisor geprüft? Läuft ein Proof-of-Concept mit Azure oder einem anderen Cloud-Anbieter? Gehaltsverhandlungen: Was machen Sie, wenn Ihr Arbeitgeber nicht auf Ihre berechtigte Forderung eingeht? Schweigen ist keine Strategie. Budgetverhandlungen: Für jeden Projektpunkt sollten Sie eine belastbare Alternative haben – Make-or-Buy-Entscheidungen sind selten eindeutig. Warum jetzt besonders wichtig? Wir stehen vor der KI-Revolution. Die nächsten Jahre werden zahlreiche Veränderungen bringen – neue Technologien, neue Anbieter, neue Verhandlungssituationen. Viele IT-Verantwortliche hatten jahrelang relativ stabile Infrastrukturen und mussten wenig substantiell verhandeln. Das ändert sich gerade fundamental. Ihre Hausaufgabe Gehen Sie Ihre aktuellen Verträge und laufenden Verhandlungen durch. Fragen Sie sich – oder Ihre Mitarbeiter – bei jeder Verhandlung: Was ist unser BATNA? Welche echte Alternative haben wir, wenn wir zu keiner Einigung kommen? Wenn Sie diese Frage nicht beantworten können, sind Sie kein Verhandlungspartner auf Augenhöhe. Sie sind jemand, der bittet – und das ist keine gute Position für eine Führungskraft. Auch kein Ergebnis ist ein Ergebnis. Die Frage ist nur: Haben Sie sich darauf vorbereitet? Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 594 Verhandeln ohne Alternative? Ein Fehler! ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

March 26, 202614 min

593🤖 KI selber betreiben: So einfach geht’s

Ein eigenes Large Language Model (LLM) im Unternehmen zu betreiben – das klingt nach IT-Hexenwerk und enormen Investitionen. Die gute Nachricht: Das ist es längst nicht mehr. Mit Tools wie Olama (O-L-L-A-M-A, nicht zu verwechseln mit Metas Llama) wird der Betrieb eines lokalen LLMs zur Aufgabe von wenigen Stunden statt Wochen. Der Einstieg ist einfacher als gedacht Sie brauchen eine Ubuntu-VM, Docker und den Olama-Container – fertig. Innerhalb einer halben Stunde läuft Ihr erstes eigenes LLM. Die Open-Source-Community hat hervorragende Arbeit geleistet: Die Installation ist so zugänglich geworden, dass selbst Linux-Einsteiger damit zurechtkommen. Besonders wichtig: Sie brauchen nicht sofort den Super-Server mit 28 NVIDIA-Karten. Das Werkzeug muss zum Problem passen: Asynchrone Prozesse (z.B. Transkription über Nacht): Reine CPU-Kerne mit 16 GB RAM reichen völlig Interaktive Anwendungen mit sofortiger Antwort: Hier wird stärkere Hardware benötigt Voice-to-Text-to-Voice: Jetzt brauchen Sie tatsächlich dicke Arme Der komplette In-House Tech-Stack Mit drei Docker-Containern haben Sie alles, was Sie für Retrieval Augmented Generation (RAG) brauchen: N8N als Automatisierungsplattform Olama mit Ihrem gewählten LLM Qdrant als Vektordatenbank Das Geniale: Sie können mit kostenlosen Cloud-Diensten starten, Workflows entwickeln und testen. Erst wenn ein Prozess mit echten, sensiblen Daten läuft, tauschen Sie einen einzigen Node aus – vom externen LLM zum internen. Der Rest des Workflows bleibt unverändert. Die empfohlene Reihenfolge Phase 1: Experimentieren Sie mit öffentlichen Services (ChatGPT, Claude etc.) und kostenlosen N8N-Instanzen. Sammeln Sie Erfahrung, was überhaupt machbar ist – ohne direkt in Hardware zu investieren. Phase 2: Ziehen Sie N8N nach intern um. API-Keys gehören nicht auf fremde Server, egal ob personenbezogene Daten verarbeitet werden oder nicht. Phase 3: Entwickeln Sie Workflows, die erstmal nichts mit DSGVO zu tun haben – einfache Automatisierungen, die bisher teure Mitarbeiterzeit kosten oder gar nicht gemacht werden. Phase 4: Erst jetzt, mit Erfahrung und laufenden Prozessen, wagen Sie sich an datenschutzrelevante Anwendungen. Jetzt können Sie auch berechnen, welcher interne Aufwand gerechtfertigt ist. Wenn die IT es nicht kann… Dann möchte man den Gedanken gar nicht zu Ende denken. Die Wahrheit ist: Wenn Ihre IT-Abteilung diese grundlegenden Tools nicht aufsetzen kann oder will, haben Sie ein größeres Problem als fehlendes KI-Know-how. Die Technologie ist da, sie ist zugänglich, sie ist Open Source – und sie wird nicht wieder verschwinden. Starten Sie jetzt Teuer können Sie es immer noch machen. Beginnen Sie mit einem Prototypen auf schwächerer Hardware. Wenn der Proof of Concept steht und nur noch zu langsam ist, werfen Sie einfach mehr Rechenpower darauf. Die Virtualisierung macht’s möglich. Am 10. April gibt es dazu ein kostenloses KI-Webinar (13-17 Uhr) mit praktischen Einblicken: Wie starten Sie eine KI-Initiative? Wie nehmen Sie Ihre Leute mit? Wie gehen Sie mit Widerständen um? Die Botschaft ist klar: Lokale KI ist kein Hexenwerk mehr. Sehen Sie zu, dass Sie die Bausteine fertig haben. Werden Sie wieder zur tragenden Säule des Geschäfts. Bleiben Sie in Führung Ihr Olaf Kapinski ----------------------------------------------------------- Lesen Sie den kompletten Beitrag: 593🤖 KI selber betreiben: So einfach geht’s ----------------------------------------------------------- Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in der Datenschutzerklärung.

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