Die Macht der Plattformen: Wem gehört das Internet?
Das Internet ist ziemlich groß, in Deutschland gibt es etwa 17 Millionen Domains, doch genutzt wird nur ein winziger Teil davon. Die neue Studie „Vermessung der digitalen Welt“ des Medienwissenschaftlers Prof. Dr. Martin Andree zeigt, wie stark sich unsere digitale Nutzung auf wenige große Plattformen konzentriert. Google und Meta dominieren, während der überwiegende Teil des offenen Webs praktisch keinen Traffic mehr bekommt. In unserer ersten Sendung nach unserer recht langen Sommerpause schauen wir uns bei 9vor9 die Zahlen an: Warum ist YouTube inzwischen so mächtig? Wie hat sich Google vom Tor zum Internet zu einem Ort entwickelt, den Nutzer kaum noch verlassen müssen? Und was bedeutet es für Medien, Blogs und andere Inhalteanbieter, wenn Plattformen ihre Inhalte nutzen, aber immer weniger Menschen auf die ursprünglichen Angebote weiterleiten? Es geht außerdem um Amazons Marktmacht, die Aufmerksamkeitslogik von Social Media und die Frage, was diese Konzentration für Meinungsvielfalt und Demokratie bedeutet. Und es geht um mögliche Auswege: Brauchen wir eine stärkere Regulierung der Tech-Giganten, offene Standards und mehr Kontrolle über Algorithmen? Oder ist die Macht von Google, Meta, Amazon & Co. zu groß?





